COUNT+CARE und GÖRLITZ stellen sich gemeinsam neuen Herausforderungen

 

Ab sofort arbeiten COUNT+CARE und GÖRLITZ Hand in Hand an der systemtechnischen Abbildung der marktspezifischen Abläufe, die sich im Zuge des gesetzlich geforderten Rollouts intelligenter Messsysteme in Deutschland ergeben werden. Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung einer skalierbaren, massendatentauglichen und prozessbasierten Plattform, die den Anwendern marktrollenspezifisch aufbereitete Daten zur Verfügung stellt und so zu einer gesteigerten Effizienz in den Arbeitsabläufen beiträgt. Das Projekt verbindet gezielt die Prozessexpertise des Energiemarktdienstleisters COUNT+CARE mit der Technologiekompetenz von GÖRLITZ im Bereich Meter Data Management (MDM). Dadurch entsteht für die Kunden ein Mehrwert, der laut Aussage beider Partner im Energiemarkt der Zukunft entscheidende Wettbewerbsvorteile sichert. GÖRLITZ stellt die neue Softwarelösung, die im ersten Schritt die Prozesse für Messstellenbetrieb und Messdienstleistung beinhaltet, erstmals auf der E-world 2013 vor. Schon anhand dieses Ausschnitts werden die Auswirkungen einer vollautomatisierten Infrastruktur auf die Abläufe und Systeme im Unternehmen deutlich.

 

 

„Die EnWG-Novelle von 2011, die im § 21 den Einbau von modernen Messsystemen bei allen Letztverbrauchern mit einer jährlichen Abnahmemenge größer 6.000 Kilowattstunden verpflichtend vorsieht, markiert nur den Anfang eines flächendeckenden Rollouts“, so Volker Abert, Geschäftsführer der COUNT+CARE GmbH. Simon Löffler, Vorstand Vertrieb der GÖRLITZ AG, betont in diesem Zusammenhang einen entscheidenden Faktor: „Wir als GÖRLITZ konnten in europäischen Großprojekten bereits wertvolles Know-how sammeln. Dem deutschen Markt fehlt aber aufgrund der begrenzten Erfahrung mit Massenrollouts derzeit noch oft das Bewusstsein für die Folgen dieser Umstellung. Denn mit dem flächendeckenden Einsatz neuer Zähler verändert sich die komplette Prozesswelt.“ Diesem Paradigmenwechsel greifen COUNT+CARE und GÖRLITZ gezielt vor. Im Rahmen des Projekts werden nicht nur die jeweiligen ablaufrelevanten Auswirkungen einer zeitnahen Erfassung und -verarbeitung der Zählerdaten genauestens untersucht. Zudem gilt es, die im Zuge der Geschäftsprozessautomatisierung entstehenden Potenziale detailliert und je nach Marktrolle effizient im System abzubilden. Damit geht das Projekt weit über die reine Sicherstellung der Massenzähler- und Massendatentauglichkeit bei der Zählerfernauslesung (ZFA) und weiteren Prozessierung im MDM-System hinaus. Die neuen Möglichkeiten eröffnen jeder Marktrolle individuelle Wettbewerbsvorteile – von der verbesserten Netzauslastung beim Netzbetreiber über ein effektives Workforcemanagement beim Messstellenbetreiber bis hin zu einer Beschaffungsoptimierung bei Lieferanten oder dem Angebot von attraktiven Services zur Verbrauchsvisualisierung für den Endkunden. All diese – der reinen Datenbeschaffung via ZFA nachgelagerten – Prozesse sollen künftig optimal und aufgabenspezifisch über IDSpecto, dem MDM-System der neuen Generation, angesteuert werden.

 

 

Perfektes Zusammenspiel der Kompetenzen

 

Basis dieser rollenspezifischen Prozesse sind die in der neuen Systemarchitektur des international etablierten IDSpecto hinterlegten Workflows, in deren Entwicklung die technische Lösungskompetenz von GÖRLITZ sowie das einschlägige Fach-Know-how und die umfassende Praxiserfahrung von COUNT+CARE einfließen – zum Vorteil aller Beteiligten. Eine weitere Neuerung bei GÖRLITZ ist auch die agile Softwareentwicklung. Im Einklang mit dieser Methode werden kleinschrittig Teilprozesse erstellt, die im Testsystem sofort unter realen Bedingungen überprüft und gegebenenfalls weiter angepasst werden können, um später optimal die Bedürfnisse der unterschiedlichen Marktrollen zu befriedigen – selbstverständlich immer im Einklang mit gesetzlichen Bestimmungen. Von dieser gesteigerten Prozesseffizienz profitieren schließlich auch die Kunden der COUNT+CARE GmbH.

 

Marktveränderungen im Blick

 

Die aktuelle Gesetzeslage im deutschen Markt wird im gemeinsamen Projekt zu keinem Zeitpunkt aus den Augen gelassen: Sobald klare Vorgaben hinsichtlich des BSI-Schutzprofils und den jeweiligen Verantwortlichkeiten der einzelnen Marktteilnehmer bzw. zur Etablierung der neuen Marktrolle des Gateway-Administrators feststehen, fließen diese sofort in die weitere Entwicklung mit ein. Denn COUNT+CARE und GÖRLITZ setzen bereits jetzt alles daran, den Massenrollout der Messsysteme gezielt vorzubereiten. Vorhandene Informationen werden verarbeitet und offene Punkte so weit vorbereitet, dass sie anhand der konkreten Spezifikation nur noch im Detail angepasst werden müssen. „Anstatt die Hände in den Schoß zu legen und auf verbindliche Vorgaben des Gesetzgebers zu warten, gehen wir die Problematik aktiv an. Dadurch wird unseren Kunden der Übergang in die neue Prozesswelt umso leichter fallen – und das ganz unabhängig von der jeweiligen Marktrolle“, fassen Volker Abert und Simon Löffler die Zielstellung abschließend zusammen.